Kredite
Ratenkredite sind in Deutschland verbreitet, aber teuer. Wer einen Kredit aufnimmt, sollte den effektiven Jahreszins genau prüfen und Angebote vergleichen.
Kennzahlen
- Effektiver Jahreszins – die einzige verlässliche Vergleichszahl. Enthält Zins, Bearbeitungsgebühren und sonstige Kosten.
- Sollzins – der reine Zinssatz ohne Nebenkosten. Nicht zum Vergleich geeignet.
- Schufa-Score – berücksichtigen Banken bei der Konditionsfindung.
- Laufzeit – je länger, desto höher die Gesamtzinsbelastung.
Worauf zu achten ist
- Bonitätsabhängiger Zinssatz: viele Angebote werben mit dem günstigsten Zins, vergeben den aber nur an Top-Bonitäten. Maßgeblich ist der zwei-Drittel-Zinssatz nach PAngV.
- Keine ungewollte Restschuldversicherung mitabschließen. Ist häufig teuer und nicht sinnvoll.
- Sondertilgungsrecht und kostenfreie Vorzeitigtilgung prüfen.
- Kein Vertrag mit fragwürdigen Vermittlern; Für Onlineanfragen seriöse Hausbanken oder Direktbanken.
Alternativen
Vor einem Konsumentenkredit sollte geprüft werden, ob die Anschaffung wirklich finanziert werden muss. Sparen, Wechsel auf ein günstigeres Modell oder gebrauchter Erwerb sind oft die wirtschaftlichere Wahl.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?
Der Sollzins ist der reine Zinssatz auf den Kreditbetrag. Der Effektivzins enthält zusätzlich alle Gebühren und Kosten und ist die einzige verlässliche Vergleichszahl.
- Lohnt sich eine Restschuldversicherung?
Selten. Sie ist meist teuer und enthält Ausschlüsse, die im Ernstfall die Leistung verhindern. Eine vergleichbare Absicherung über eine Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung ist oft günstiger und besser.
- Was bedeutet PAngV?
Die Preisangabenverordnung – sie verpflichtet Anbieter, repräsentative Beispiele für den Kreditzins anzugeben, an denen mindestens zwei Drittel der Kunden vertraglich beteiligt sind. So vermeidet sie irreführende Lockzins-Werbung.