Gastarife

Anders als Strom unterliegt der Gasmarkt seit 2007 dem Wettbewerb. Ein Anbieterwechsel ist meist binnen weniger Wochen möglich und reduziert die Kosten deutlich.

Zusammensetzung des Gaspreises

Etwa 50 bis 60 % entfallen auf Beschaffung und Vertrieb – das ist der wettbewerbliche Teil. Der Rest besteht aus Netzentgelten, Konzessionsabgabe, Steuern und seit 2021 dem CO₂-Preis aus dem Brennstoffemissions­handelsgesetz.

Tarifarten

Wechselverhalten

Etwa 10 bis 15 % der Verbraucher wechseln pro Jahr den Gas­anbieter. Die meisten verbleiben aus Trägheit in der Grundversorgung und zahlen mehr als nötig. Verbraucher­zentralen empfehlen, die Versorgung jährlich zu prüfen.

Sparpotenzial

Bei einem typischen Einfamilienhaus-Verbrauch von 20.000 kWh Erdgas pro Jahr liegt das Sparpotenzial gegenüber der Grundversorgung bei 300 bis 800 Euro – abhängig von Region und aktueller Marktlage.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Gas-Anbieterwechsel?

Drei bis sechs Wochen sind üblich. Der neue Anbieter kümmert sich um die Kündigung beim bisherigen Versorger; der Verbraucher muss in den meisten Fällen nichts weiter veranlassen.

Was passiert mit der alten Heizung beim Wechsel?

Nichts – technisch ändert sich gar nichts. Geliefert wird weiterhin dasselbe Erdgas aus demselben Netz. Es ändert sich nur der Vertragspartner, mit dem abgerechnet wird.

Ist Ökogas sinnvoll?

Ökogas-Tarife sind in der Regel kein wesentliches Klima-Argument, weil das Netz physikalisch dasselbe Gas transportiert. Wer den Markt für Biogas oder Kompensation gezielt unterstützen will, kann zu zertifizierten Tarifen greifen; das ist aber tendenziell teurer.